Laser in der Endodontie

Eine Endodontie (Behandlung des Wurzelkanals) wird durchgeführt, wenn folgende Situationen vorliegen:

  • tiefe Karies,
  • eine Verletzung, die zum Absterben des Nervs geführt hat,
  • eine Entzündung der Wurzelspitze (apikale Parodontitis).
  • vor prothetischen Versorgungen, wenn wenig Zahn-Hartsubstanz übrig ist.

Der Sinn einer Endodontie liegt in einem bakteriendichten Verschluss des Zahns nach „oben und unten“, also an der Wurzelspitze und zur Mundhöhle hin. Bei starker Keimbesiedlung in den Wurzelkanälen von nervtoten Zähnen lassen sich mit dem Laser häufig auch sonst schwer behandelbare Zähne therapieren.

Die Anwendung von Laserlicht im Wurzelkanal beschränkt sich bisher auf die partielle Versiegelung von Dentinkanälchen nach mechanischer Aufbereitung sowie einen thermisch induzierten, bakteriziden Effekt. Bei der Keimreduktion mittels Laserlicht kann wegen der geringen Absorption eine thermische Schädigung des umgebenden parodontalen Gewebes auftreten.

Die Endodontie beschäftigt sich mit den Zahnwurzeln. Ist das Nerv-Gefäß-Bündel des Zahnes entzündet, spricht man von einer Pulpitis. Die Entzündung bewirkt, dass der betroffene Zahn beim Zubeißen oder darauf klopfen empfindlich reagiert. Eine Wurzelkanalbehandlung wird notwendig, da dies sehr unangenehm und schmerzhaft ist. Im Falle einer Pulpitis muss Dr. Wolfgang Kühner versuchen, die Entzündung lokal, d. h. vor Ort, zu bekämpfen. Doch nicht immer gelingen die herkömmlichen Versuche, z. B. Spülungen mit desinfizierenden Lösungen, um den Wurzelkanal zu desinfizieren. Dann muss oftmals die Wurzelspitze oder sogar der ganze Zahn entfernt werden. Die moderne Lasertechnik, wie sie auch in unserer Praxis in Frankfurt angewendet wird, kann dies heutzutage verhindern.

Das Licht des Lasers hat eine bakterientötende Wirkung. Mit Hilfe eines speziellen Instrumentes kann Dr. Wolfgang Kühner das Laserlicht direkt in den entzündeten Wurzelbereich einbringen und so die Mikroorganismen, die zur Entzündung geführt haben, zerstören. Das Laserlicht kann dabei auch die Bakterien erreichen, die mit den herkömmlichen Spüllösungen nicht zu entfernen sind. Meist reichen ein bis zwei Behandlungen aus, um die Beschwerden zu beenden.

Der Laser kann auch zum Verschluss des Wurzelkanals nach erfolgter Behandlung eingesetzt werden. Auch Wurzelgranulome oder Zysten können mittels Laser entfernt werden. Die Erfolgsaussichten sind aufgrund der gleichzeitig bakteriziden Wirkung des Lasers deutlich besser, als bei Entfernung mittels herkömmlicher Methoden. Auch wenn bereits eine Fistel vorliegt, kann der Laser durch Dekontamination zum Ausheilen der Entzündung beitragen.

Ein Zahn, der nach konventionellen Methoden nicht mehr zu erhalten wäre, kann mit Hilfe der Laserbehandlung gerettet werden, die langfristige Prognose wird verbessert.

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