Implantationsverlauf

Über die Dauer und den Umfang einer Implantation lassen sich keine generalisierten Aussagen machen. Sie hängen zum einen davon ab, wie viele Implantate gesetzt werden sollen, zum anderen, welche Knochensituation vorliegt (siehe hierzu Kapitel 8).

Hinsichtlich der Implantation ist der Zustand des Kieferknochens zu berücksichtigen, wodurch ihr Ablauf variiert.

Der kleine chirurgische Eingriff wird in der Regel unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Bei ausreichendem Knochenangebot eröffnen wir das Zahnfleisch an der Insertionsstelle mit Hilfe des Dioden-Lasers auf schonende und blutungsarme Weise. Darauf folgt die Bohrung des Wurzelkanals an der vorgesehenen Position, an der das ausgewählte Implantat eingesetzt wird. Die Wunde wird vernäht und es beginnt die Einheilungszeit des Zahnimplantats in den Kieferknochen. Nach deren Abschluss wird das Zahnfleisch oberhalb der künstlichen Wurzel wiederum gewebeschonend mit dem Laser eröffnet, die Verschlusskappe wird abgenommen und ein Zahnfleischformer platziert. Nun ist es Zeit für die Anpassung des Zahnersatzes (siehe Kapitel „Implantatgetragener Zahnersatz“ und „Prothetische Versorgung„).

Implantationsverlauf
Von links nach rechts: Implantat – Einbringen des Implantats an der Insertionsstelle und Einheilung [©natsuk77/fotolia.com]
Im Falle von Knochendefiziten besteht zum einen die Möglichkeit, Knochenersatzmaterial zeitgleich mit der Einbringung der künstlichen Wurzel in den Insertionsbereich zu verwenden, um das Knochenbett aufzufüllen, oder einen Knochenaufbau vorzuschalten, in den erst nach einer Heilungsphase das Zahnimplantat eingepflanzt wird.

Aufgrund der gewebeschonenden und blutungsarmen Vorgehensweise sind Schmerzmittel und Antibiotika nur in einzelnen Fällen notwendig. Eine intervallhafte Kühlung des Implantationsareals ist empfehlenswert. Sie erhalten von unserem Frankfurter Team ein Merkblatt über das angemessene Verhalten nach der Zahnimplantation. Gerne können Sie uns auch persönlich darauf ansprechen. (Siehe auch *ARBEITSGEMEINSCHAFT FÜR KIEFERCHIRURGIE, 2014).

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